Geschichtliches über Göldenitz
Durch die Zuweisung von Hufen an Einwanderer durch Lehnsmänner des Fürsten Pribislaw von Werle wurde es vermutlich im 12. Jahrhundert gegründet. Erstmals wurde der Ort Göldenitz 1285 als "Goldenitz" in einer Verkaufsurkunde des Fürsten Nikolaus von Werle, Neffe vom oben genannten, an die Dom - Kirche in Güstrow erwähnt. Fürst Nikolaus von Werle verkaufte am 18.10.1285 das Dorf Göldenitz (Goldenitz) an den Güstrower Dom zur Errichtung und Ausstattung von Vikareien. Als zum fürstlichen Domanium gehörendes Dorf kommt es 2. Jahrhundert, später an den Güstrower Landesteil. Die Trennung in Gut Göldenitz und dem Bauerndorf Göldenitz fand zu dieser Zeit statt. Man hörte, dass von 1632 an durch einen Kontakt mit Herzog Hans Albrecht II die von Driberg auf Klein Sprenz in Göldenitz Besitz erwerben, zuletzt durch Übernahme einer Schuldforderung des Heinrich Levin von Linstow und seines Schwiegervaters Johann von Restow, die beide Forderungen an den Herzog haben und für die ihnen Göldenitz verpfändet worden war, das ganze Dorf erlangen, tatsächlich schon von 1654 und förmlich von 1600 an. Hof und Dorf gehören seit 1849 zum "Großherzoglichen Hausgut". Der Herrscher der Gegend, Fürst Pribislaw von Werle, belehnt einen Günstling mit einem großen Areal Wald, das die spätere Fläche von Gut und Dorf Göldenitz sowie die "Göldenitzer Tannen" und die entsprechend breite Fläche bis zur Warnow als Grenze umfasst. Fürst Pribislaw veranlasste seinem Lehnsmann, Land für Neuansiedler abzugeben, die ihm allerdings Abgaben und Frondienste zu leisten hatten. Und so entstand das Dorf Göldenitz. 1928 wurden Gut und Bauerndorf wieder zu einer selbständigen Gemeinde Göldenitz vereint. 1942 kamen Flüchtlinge aus Rostock nach Göldenitz, da die Stadt völlig ausgebombt war. Flüchtlinge aus Russland kamen am 01.05.1945 auch nach Göldenitz und einige Anwohner flohen und versteckten sich tagelang im Wald. Der Ausbruch der Krankheit "Typhus", welche Flüchtlinge bekamen, war im Jahr 1946.
