"Leben auf dem Lande"
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Unter diesem Motto wurde am 20. Juni 2000 die Heimatstube in Jürgenshagen eröffnet. Sie ist leicht zu finden, indem man aus Bützow kommend rechts am Wegweiser in das Dorf Jürgenshagen einbiegt und immer geradeaus fährt. Nach etwa 1000m, neben dem Gemeindehaus, sieht man rechts ein Haus im Neukirchener Weg mit einem Holzschild "Heimatstube". |
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Die liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten bieten dem Interessierten allerhand aus vergangenen Tagen. Dicke Chroniken - in einem Panzerschrank lagernd - werden von Frau Marquardt (Projektleiterin) herausgeholt. Spannende Geschichten und Fotos laden zum Stöbern ein. |
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Die Heimatstube gibt vor allem einen Einblick in das handwerkliche Gewerbe und der Schule zur damaligen Zeit. Jürgenshagen hatte nämlich im 19. Jahrhundert sehr viele Handwerksbereiche, wie z. B. die Stellmacherei, das Frisör - oder Schmiedehandwerk. Viele Ausstellungsstücke wurden von ehemaligen Handwerkern oder ihren Nachfolgern zur Verfügung gestellt. Es sind u. a. eine Zimmermannstracht, alte Holzhobel oder eine Pickhacke zusehen. Interessant sind auch die alten Postkarten von Jürgenhagen oder Kontobücher über Material - Kolonialwaren - aus dem Jahre 1908 stammend und wohl zu dem ältesten Ausstellungsstücken gehörend. |
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Vorwiegend betrachtet sich die Heimatstube als Ort zum Begegnen, um alte Zeiten bei Bürgern und Besuchern aufleben zu lassen. Erinnert man sich nicht gern an die Kleidung, Frisuren und die verschiedensten Bärte, oder an die Vorzeit der Waschmaschine und des Geschirrspülers. Wie schwer es die damalige Hausfrau hatte, mit den schweren eisernen Bügeleisen zu hantieren, kann hier nachvollzogen werden. Vielleicht sieht man nach dem Besuch in der Heimatstube das, was man zur heutigen Zeit als normal betrachtet, mit ganz anderen Augen. |
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