Laase

Geschichtliches über Laase

Das Dorf wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet wahrscheinlich neugewonnenes Ackerland (tschechisch laz = Grund, Feld, Acker oder polnisch laz = durch Niederbrennen gewonnenes Ackerland). Laase hat die Struktur eines Gutsdorfes. 1857 wurde der Ort "Lase" als "Hof mit Kirche" erwähnt, hatte 116 Einwohner, 2 Bauern und eine Schule. Diese wurde im 18. Jahrhundert eröffnet, als einklassige Landschule mit Schülern aus Laase, Schependorf und Rothen Moor. Diese wurde nach dem 2. Weltkrieg achtklassig, 1950 wurden die 5. - 8. Klassen nach Baumgarten verlegt. 1968 wurde die Schule geschlossen. Das Gut wurde 1945 enteignet und aufgesiedelt.

Die Kirche von Laase


Die kleine Kirche ist ein gotischer Feldsteinbau des 14.Jahrhunderts mit quadratischem Schiff und Westturm sowie eingezogenem Chor.




Das Innere der Kirche ist bestückt mit einer spätromanischen Madonna, die auf dem Thron sitzt. Sie entstand um die Mitte des 13.Jahrhunderts und gehört zu den ältesten und wertvollsten Madonnenfiguren Mecklenburgs.





Ein weiteres Kunstwerk ist ein alter vergitterter Sakramentsschrank, dessen Türklappe auf der Innenseite Christus als Schmerzensmann mit den Marterwerkzeugen zeigt. Die Figur hebt sich von einem roten Grund mit goldenen Sternen ab, wie dies von 1350-1430 beliebt war.


Vor dem Westturm, der einen Pyramidenhelm trägt, liegt der Rest einer ehemaligen Tauffünte. Die heutige Glocke wurde 1852 aus einer älteren Glocke umgegossen. Das Dach wurde im Sommer 2000 ausgebessert.


Neben der Kirche steht eine Linde, die nach Erzählungen von Dorfbewohnern über 800 Jahre alt ist. In die Linde hat zu Zeiten des Gutsbesitzers der Blitz eingeschlagen. Dabei wurde ein Ast heruntergerissen und die Linde war gespalten. Damit sie nicht auseinander fällt, hat der Gutsbesitzer einen Eisenring um die Linde legen lassen.


 

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