Die Schwaaner Künstlerkolonie
| Ende des 19.Jahrhundert wurde in Schwaan die Künstlerkolonie gegründet. Schwaan ist eine Kleinstadt, etwa 18 km von Rostock entfernt, dort wo das Warnowtal mit dem Beketal zusammentrifft. Die wunderschöne Landschaft um Schwaan war und ist auch heute noch ein großer Anreiz für viele Maler, nach Schwaan zukommen. | |
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In dieser Landschaft sind drei Mitglieder der Schwaaner Künstlerkolonie aufgewachsen, darunter der 1857 geborene Franz Bunke, der als Begründer der Kolonie anzusehen ist. |
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Bunke zeigte schon als Kind eine große Zuneigung für die Natur. 1871 bekam Bunke den ersten Mal - und Zeichenunterricht bei dem Rostocker Landschaft - und Bildnismaler Paul Tischbein. Nach Tischbein´s Tod ging Franz Bunke an die Berliner Akademie, blieb aber nicht lange und wechselte bald zur Weimarer Kunstschule. Von dort brachte er Sommer für Sommer namhafte Künstlerkollegen mit in seine mecklenburgische Heimat, auch eine ganze Anzahl eigener Schüler, um mit ihnen hier zu arbeiten. Sein Wohnsitz war aber in Weimar. Der Landschafter Theodor Hagen war Franz Bunke´s Lehrer in Weimar. Auch Peter Paul Draewing, Rudolf Bartels und der später nach Schwaan übergesiedelte Alfred Heinsohn waren Schüler von Hagen. |
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So wurden die Maler gewissermaßen zur Schlüsselfigur der Schwaaner Künstlerkolonie. Unterschiedliche und reizvolle Motive boten sich dem Maler Bunke in der vielfältigen Landschaft zwischen Warnow - und Beketal an. |
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Die Motive von der Warnow und der Beke, in sommerlicher oder herbstliche Stimmung, trugen ihm große Anerkennung ein, vor allem seine Nebelbilder galten als interessante Bereicherung. |
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Im Sommer und Herbst gehörten die Maler unabdingbar in die Landschaft, bei den ersten Sonnenstrahlen wartete die Schwaaner Bevölkerung auf ihre Ankunft. Die Einwohner waren der Meinung, dass die Maler Leben und Abwechslung in die kleine Stadt brachten. 1886 erhielt Franz Bunke seinen Professorentitel für seine Leistungen. Dann kam der 1. Weltkrieg und unterbrach die fruchtbarsten Jahre der Schwaaner Künstlerkolonie. Prof. Franz Bunke war der Einzige, der bis zu seinem Tode 1939 alljährlich mit wenigen Schüler nach Schwaan kam. Er war für die Stadt Schwaan ein sehr besonderer Mensch und deshalb wurde er auch Ehrenbürger von Schwaan. Die Schwaaner Künstlerkolonie scheint fast vergessen, aber seit 1995 wird mit einer jährlichen Sommerausstellung unter wechselnden Themen den Malern der Schwaaner Künstlergemeinschaft zu bleibender Anerkennung in der Kunstszene verholfen. Seit 2002 befindet sich in der ehemaligen Wassermühle ein Museum über das Wirken der Schwaaner Künstlerkolonie. |
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