Kurzen Trechow

Geschichtliches über Kurzen Trechow


Der Ort trug 1321 den Namen Slanicalis Trechowe, ab 1465 hieß er Wendisch Trechow. Der Namensteil Trechow ist identisch mit dem ukrainischen "Terechow", vom Kurznamen "Trech" abgeleitet. Der Namenszusatz "Wendisch" bringt zum Ausdruck, dass hier zur Zeit der deutschen Kolonialisierung bereits eine slawische (wendische) Siedlung existierte. Im 16. Jahrhundert wurde der Zusatz "Wendisch" durch den Dativ "Kurzen" verdrängt.


Das Gutshaus in Kurzen Trechow


Der Name Kurzen - (Langen) Trechow stammt aus der Zeit der Kolonialisation, in der Trechow in deutsche und wendische Gebiete aufgeteilt war. Das Klein oder in diesem Fall Kurzen bedeutete meistens die wendische Siedlung. Im 16. Jahrhundert war Kurzen Trechow in Besitz der Familie von Maltzahn, die in dieser Zeit ein neues Herrenhaus baute, eines der wenigen im Renaissancestil erbauten in Mecklenburg. Es wurde aus Granit gebaut und demonstrierte den Wehrcharakter, den die Gutshäuser in der damaligen Zeit hatten. Auch später angefügte Gebäudeteile waren aus diesem Material und passten sich dem "Schloss" an. Um 1800 wurde das Herrenhaus unter Einbeziehung der alten Bausubstanz erneuert, behielt aber seinen Renaissancecharakter. Die Umgestaltung erstreckte sich vor allem auf das Innere. Von den beeindruckenden Wand- und Deckenbemalungen ist heute aber nichts mehr zu sehen. Durch Erbschaften ging der Besitz schließlich an die Familie der Plessen über. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weitere Umbauten vorgenommen, die das Aussehen des Hauses veränderten. Nach der Enteignung der Familie 1945 waren im Herrenhaus ein Konsum sowie Wohnungen untergebracht.


Sage über Kurzen Trechow


Etwa eine Stunde Fußweg von Bützow entfernt, befindet sich das Rittergut Trechow. Von dem früheren Schloss, dem jetzigen Gefängnis, soll ein unterirdischer Gang zum Rittergut führen. In früherer Zeit soll der Stallmeister von Plüschow in Trechow gelebt haben. Er hat seine Leute mit dem Tode bestraft und lebendig eingekerkert. Diese sind im großen Gewölbe des Herrenhauses eingemauert, welches noch heute verschlossen gehalten wird. Seine Leute beschlossen, wegen den martervollen Qualen die er ihnen zufügte, ihren Herren zu erwürgen und das taten sie auch. Von diesem Tage an, soll Herr von Plüschow, weil er sich ganz dem Bösen ergeben hatte, auch heute noch auf der Trechower Feldmark die Jagd fortführen.

 

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