Das Agrarmuseum Viezen
| Mecklenburg war in der Vergangenheit wenig industrialisiert, sodass viele Menschen in der Landwirtschaft arbeiteten und dort ihren Lebensunterhalt verdienten. Wer sich dafür interessiert, wie das Landleben vergangener Tage aussah, ist im Agrarmuseum in dem kleinen Ort Viezen genau an der richtigen Adresse. Es befindet sich auf dem Gelände einer alten Schmiede und wurde am 20.05.2000 offiziell eröffnet, seit 1998 wird aber schon an dem Projekt gearbeitet. | |
![]() Auf einem geräumigen Freigelände, teilweise unter einem Schleppdach angeordnet, sind eine Reihe früher gebräuchlicher Landmaschinen ausgestellt. Sie dokumentieren die Landarbeit der damaligen Zeit. |
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![]() Man findet verschiedene Geräte zur Bodenbearbeitung wie Pflüge und Grubber, eine Drillmaschine und Saateggen, sowie Geräte zur Heugewinnung und zur Getreideeinbringung. |
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![]() Auch mehrere Schleuderradroder für die Kartoffelernte sind zu sehen. Außerdem kann man noch eine Menge weiterer Geräte des bäuerlichen Schaffens bewundern, wie verschiedene Häckselmaschinen, Rüben- oder Kartoffelschneider, Schrotmühlen, eine Kartoffelsortiermaschine oder Mühlensteine aus dem Jahr 1850. |
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![]() Die ausgestellten Exponate stammen meist aus privaten Schenkungen. Sie sind oft in einem sanierungsbedürftigen Zustand und erfahren dann zunächst in der Werkstatt eine Aufarbeitung. Dazu werden sie auseinander genommen, entrostet und zum Schutz gegen die Witterung angestrichen, fehlende Teile werden ersetzt. Manchmal entsteht aus zwei alten, nicht mehr gebrauchsfähigen Maschinen eine neue Komplette. |
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| Nun präsentieren sich alle Stücke in einem Topzustand, sind voll funktionstüchtig und könnten sofort für Arbeiten auf Feld und Hof eingesetzt werden. | |
![]() Ein Dreschkasten aus dem Jahr 1910 war das bisher am aufwendigsten zu restaurierende Teil. |
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| Wer sich für das Museum interessiert, kann unter der Nummer 03 84 64/ 2 01 21 oder 2 03 12 einen Termin für eine Führung vereinbaren. Dann erhält man vor Ort viele Informationen über die Maschinen, bekommt die Funktionsweise erklärt und erhält so ein besseres Bild vom Leben und Arbeiten auf dem Land. Außerdem erfährt man, wie alt die einzelnen Exponate sind (einige Stücke stammen sogar aus dem 18. Jahrhundert) und welchen materiellen Wert die Geräte zur damaligen Zeit hatten (z.B. Dreschkasten = 530 RM, Rübenschneider = 79 RM, Saategge = 33 RM). |





