Zepelin


Geschichtliches über die Gemeinde Zepelin


Das Dorf Zepelin wurde am 1. Mai 1246 das erste mal als Cepelin erwähnt. Weitere Nennungen sind nachgewiesen, wie z.B. 1316 als Sepelin und ab 1334 als Zepelin.
Im 12. Jahrhundert wurde das Dorf von deutschen Siedlern gegründet, es ist keine slawische Vorgängersiedlung bekannt, aber eine Vornutzung des Geländes wird vermutet. Zepelin wurde als Angerdorf angelegt, um den ovalen Anger befanden sich die Gehöfte der 20 bis 25 Hufenbauern.


In der Mitte des Angers wurde im 14. Jahrhundert ein Friedhof mit einer Kapelle errichtet, daneben der für Löschzwecke nötige Dorfteich.



Es ist heute noch die Grundstruktur eines Hufendorfes erhalten. Eine Ansiedlung im Außenbereich des Dorfes fand erst nach den Großbränden 1885 und 1892 statt. In Zepelin gab es zu keiner Zeit Herrenhäuser bzw. Gutsanlagen.



1849/1850 wurde mit dem Bau der Eisenbahnlinie Lübeck - Straßburg begonnen und in den Jahren 1894 bis 1896 wurde der Güstrow-Bützow-Kanal gebaut, der parallel zur Bahnlinie verläuft.


1910 erbauten die Hufbesitzer, zu Ehren des berühmten Luftschiffers, des Grafen Ferdinand von Zepelin, ein Denkmal.




Die Ständerholländerwindmühle gilt als Wahrzeichen von Zepelin, das aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt. Bis ca. 1950 wurde diese von den 2 ansässigen Bäckereien zum Kornmahlen und später von der LPG als Lagerplatz genutzt. Sie wurde durch Wind, sowie Strom betrieben. Die Mühle wurde verkauft und von den Besitzern wieder restauriert.


Das Kriegerdenkmal, welches nach dem zweiten Weltkrieg in der Mitte des Dorfes errichtet wurde, steht als Ehrung für die 15 gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges, sowie für die 27 Soldaten des zweiten Weltkrieges.



Folgende Gebäude sind unter Denkmalschutz gestellt: die Kapelle, die Ständerholländerwindmühle, das ehemalige Altenpflegeheim, 2 Kanalbrücken sowie die 2 Schleusenwärterhäuser, 1 Bahnwärterhaus und das Bauerngehöft Garwe. Die meisten Häuser sind vorwiegend Backsteinhäuser mit Putzflächen, die aus der Gründerzeit stammen bzw. zwischen 1900 und 1920 errichtet wurden. Dabei prägen Krüppelwalmdächer aus roten Ziegeln das Bild. In den Bauernfamilien lebten ca. 15 Personen einschließlich Knechte und Mägde. Zepelin hatte bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts eine eigenständige vielerorts getragene Tracht.

 

Seitenanfang